Automatic Cinema ist kein künstlich intelligentes Projekt. Es ist eine Software, ein Hilfsmittel zur Dynamisierung von bisher sehr statischen Prozessen. Die Verschlagwortung und Speicherung von Mediendaten ist aufwändig, denn zur Berechnung einer möglichen Narration sind viele Parameter notwendig. Automatic Cinema befolgt viele Regeln, denn wie jede Sprache ist auch Filmsprache zunächst einer Grammatik folgend. An dem Punkt, wo menschliche Intuition einsetzt, wo die Kunst des Schnitts beginnt, ist eine Maschine ratlos. Als Ersatz drängt sich dann doch wieder der kontrollierbare Zufall auf, in der Hoffnung, dass die menschliche Assoziationskraft mehr lesen kann, als geschrieben steht.

Erfassungstool

Auf der Webseite http://input.automatic-cinema.com ist das bereits fertig programmierte Datenerfassungstool abrufbar. Anforderung an die Entwicklung waren hauptsächlich:



Zur Bedienung des Erfassungstools sind online zwei Filme verfügbar. Sie erklären die wichtigsten Abläufe genauer:


Datenbank

Die Datenbank, zentrales Speicherorgan von Automatic Cinema, besteht in der endgültigen Fassung aus sechs Tabellen, wobei die Zieltabelle nur der Vollständigkeit halber aufgeführt ist. Ziele in der Datenbank sollen nicht gespeichert, sondern interaktiv definiert werden. Ich verzichte in der folgenden Auflistung deshalb auf eine Erklärung dieser Tabelle.


Die Skizze beschreibt alle Felder, Tabellen und Verknüpfungen. Ein Ziel (rot markiertes Feld) ist definiert durch die Wahl eines Materials und einer Handlung. Die Kriterien der Handlung werden zusätzlich definiert durch die Abfolge der Akte. Die Tabelle der Kanäle ist sowohl der Handlung (wie werden Kanäle verwendet?) wie auch dem Material (zu welchem Kanal ist das Material zugehörig?) zugeordnet. Regeln funktionieren unabhängig von der Handlung und beziehen sich nur auf das Material. Damit ist es möglich, für eine Inszenierung globale Richtlinien zu erstellen, die unabhängig vom Erzählstil wirken.

Downloads:

Download Skizze (PDF)